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CameronI CameronII

Der Musikkurs der Q1 des SGS fuhr am Abend des 2. Mai zusammen mit seinem Lehrer Dirk Brödling nach Hannover ins Sinfoniekonzert. Im Congress Center Hannover, einem Jugendstilgebäude, versammelten sich über 1000 Zuhörer, um dieses Konzert zu hören.

Das Radio-Sinfonie-Orchester Wien, ein weltweit anerkanntes Spitzenorchester spielte unter der Leitung des extrem jungen und dynamischen Dirigenten Konrad Meister eine Sinfonische Dichtung und die berühmte 9. Sinfonie („Aus der neuen Welt“) von Antonin Dvorak sowie die Paganini-Variationen von Sergej Rachmaninow für Klavier und Orchester. Dieses Stück wurde allerdings vom amerikanischen Ausnahmeorganisten Cameron Carpenter (34) in seiner Fassung für Orgel und Orchester vorgetragen. Seine überragende Spieltechnik mit Händen und Füßen dürfte auf der Welt einzigartig sein. Carpenter bringt seine computerbasierte Touring-Orgel in jeden Konzertsaal mit. Obwohl elektronisch, verfügt sie über die Möglichkeit vom sanften Pianissimosäuseln bis zum saalfüllenden Fortissimo. Nach dem Rachmaninow forderte das Publikum eine Zugabe vom Solisten, der er mit der extravaganten Interpretation der Bachschen Passacaglia nachkam. Auch äußerlich ist Cameron Carpenter bemerkenswert: Er entwirft sich seine Kleidungsstücke selbst und bevorzugt extreme Frisuren. An diesem Abend war er eher klassisch gekleidet, einzig die mit Strasssteinen besetzten Orgelschuhe glitzerten auffällig. Dieser Weltklassekünstler ist durchaus zum Anfassen. In der Pause gab er den Schülern Autogramme und ließ sich mit den Steinheimern fotografieren.

(Text und Foto: Broe)