„Der Gelehrte studiert die Natur nicht, weil das etwas Nützliches ist.
Er studiert sie, weil er daran Freude hat, und er hat Freude daran, weil sie so schön ist. [...]“
(Henri Poincaré, 1854—1912, bedeutender Physiker & Mathematiker)

 

Die Welt erklären. Dies wird häufig angeführt, wenn die Frage nach der Bedeutung der Naturwissenschaft Physik aufkommt. Dies entspricht auch der ursprünglichen Bedeutung des Wortes Physik: „Naturlehre“.

Die Welt in ihren Phänomenen zu erklären, frei nach Poincaré, das muss sicher auch die Hauptaufgabe des naturwissenschaftlichen Unterrichts im Fach Physik sein. Dabei werden jedoch nicht nur alltägliche Erscheinungen wie Licht und Strom erklärt, sondern es treten auch die Methoden der Naturwissenschaft in den Vordergrund.

Die moderne Physik als eigenständige Naturwissenschaft entstand im 16. und 17. Jahrhundert und ist eng mit Namen wie Galileo Galilei und Isaac Newton verknüpft, die als erste so etwas wie eine physikalische Methodik entwickelten. Die großen physikalischen Fortschritte der darauffolgenden zwei Jahrhunderte verdanken wir Menschen wie Faraday, mit Fug und Recht als der größte Experimentalphysiker aller Zeiten bezeichnet, oder Maxwell, der Faradays geniale Ergebnisse in mathematische Gleichungen umsetzte.
Im 20. Jahrhundert fanden radikale Umbrüche statt, verursacht durch revolutionäre neue Theorien: Einsteins Relativitätstheorien sowie Heisenbergs, Plancks und Schrödingers Quantenmechanik.
Im weiteren Verlauf des letzten Jahrhunderts verbreiterte sich mit dem rasanten technischen Fortschritt auch die Physik immer mehr, so dass man neben der grundlegenden Unterscheidung zwischen theoretischer und Experimentalphysik noch viele Unterdisziplinen in der Physik, die sich von den unermesslichen Strukturen im Universum (Kosmologie, Teilchenphysik) bis zur allerkleinsten Grundfeste der Materie (Quantenmechanik, Teilchenphysik) erstrecken, in denen die Wissenschaft mit gigantischen Maschinen wie Teilchenbeschleunigern oder auch Weltraumteleskopen Antworten aber auch immer viele neue Fragen zu Tage fördert.

Ziel des Physikunterrichts muss es also einerseits sein, den Schülerinnen und Schülern diese Vielfalt durch Fachinhalte nahe zu bringen. Andererseits lernen die Schülerinnen und Schüler die Methodik des wissenschaftlichen Arbeitens auf kooperative Weise. Denn nur dadurch, dass Faraday mit seinem Freund, dem genialen Mathematiker Maxwell zusammenarbeitete, gelang der Durchbruch und die Entwicklung der Theorie der Elektrodynamik.

Unterricht in der Sekundarstufe I

Das Fach Physik wird am SGS in den Klassenstufen 6, 8 und 9 jeweils zweistündig unterrichtet. Zusätzlich wird für die Jahrgangsstufe 9 ein Differenzierungskurs angeboten.Die im schulinternen Lehrplan festgehaltenen Themen orientieren sich vor allem an Phänomenen des Alltags wie Licht und Schatten oder einfachen Gesetzen der allgegenwärtigen Elektrizität. Dabei wird jahrgangsübergreifend großer Wert auf forschend-entdeckendes und kooperatives Lernen gelegt. Das Entdecken physikalischer...

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Unterricht in der Sekundarstufe II

Der Unterricht der Sekundarstufe II gliedert sich in Grund- und Leistungskurse, wobei in der Einführungsphase (10. Schuljahr) nur in Grundkursen unterrichtet wird. Grundkurse umfassen drei, Leistungskurse fünf Wochenstunden. Im Unterricht der Einführungsphase steht die Newtonsche Mechanik, im Gegensatz zur Jahrgangsstufe 9 also jetzt die mathematische Beschreibung von Bewegungsvorgängen mit den Modellen Kraft, Energie und Impuls im Zentrum. Dabei wird sowohl der Fokus auf alltagsbezogene...

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Teilnahme an Wettbewerben

Für Schülerinnen und Schüler besteht regelmäßig die Möglichkeit an außerunterrichtlichen naturwissenschaftlichen Wettbewerben wie „Jugend forscht & Schüler experimentieren“, „Invent a Chip“ oder der Physik-Olympiade teilzunehmen. Die schulische Unterstützung der eigenverantwortlichen Arbeiten erfolgt in einer AG der „Jungen Forscher“, die einmal in der Woche in den naturwissenschaftlichen Räumen der Schule stattfindet.

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